Kultur ist Selbstverständigung von Kollektiven. Dazu bedarf es gemeinschaftlicher Erzählungen, Text. In heutigen Zeiten, d. h. in Zeiten der totalen Mediatisierung und Ästhetisierung öffentlicher Räume weichen die identitätsstiftenden Erzählungen und Diskurse (contentlosen) massenmedialen Inszenierungen. Wo der Weltbezug flüchtig gerät, soll die serielle Produktion symbolischer Werte und daran geknüpfter Versprechungen den aufkeimenden Erfahrungshunger stillen. Marketing heißt jetzt das Instrument sozialer Kontrolle (Deleuze). Doch wie will man im Krieg der Zeichen bestehen? Wie etwas glaubhaft be-werben, ohne das emotionale Wissen der potentiellen Konsum-Opfer um eben diese Leerstelle auszublenden? Die Antwort: Texte texten, die eine ironische Distanz vermitteln. Die im Marketing-System gleichzeitig intervenieren und funktionieren, immer auf der Suche nach dem Konnex zwischen postmodernem Zynismus und Markt-Kompatibilität. So just shut up and feel my (s)word...